10 Shortcuts zum Ökobüro

Der schnelle Weg zu einem grüneren Office

In vielen Büros begegnen einem Umweltsünden an jeder Ecke – überall laufen Computer, die Kaffeemaschine ist im Dauerbetrieb, die Klimaanlage läuft auf Hochtouren… Dabei ist es gar nicht so schwer, den Arbeitsplatz nachhaltiger zu gestalten. Wir haben ein paar einfache Tipps.

#1 Wechsel zu Ökostrom

Das ist besonders schnell erledigt und meist gar nicht teurer. Mittlerweile gibt es immer mehr Anbieter – viele spezialisiert auf Online-Betreuung und günstiger als die großen, die meisten auch geprüft und für sehr gut befunden. Zum Beispiel Lichtblick und Polarstern. Na wenn sich das jetzt nicht richtig anfühlt.

#2 Strom sparen

Auch wenn er aus erneuerbaren Energien stammt – Strom sollte man sparen, wo es geht. Die Rechner abends runterfahren, Bildschirmschoner nutzen, den Drucker nur bei Bedarf anstellen, Energiesparlampen verwenden, Geräte hoher Energieeffizienzklasse nutzen… Und so viel wie möglich analog machen (außer wenn es um Verwaltungskram geht).

#3 Recyclingpapier verwenden

Ob im Drucker oder auf dem Klo – Recyclingpapier it is! Aber die olle Küchenrolle wird direkt mal durch Lappen und Geschirrtücher ersetzt. Genau wie die Papiertücher zum Hände abtrocknen – Frotteehandtücher sind doch auch viel kuscheliger und kleben nicht an dir fest. Einfach öfter mal wechseln, damit man auch wirklich trocken wird.

#4 Kaffee energiearm zubereiten

Hoch lebe die Stempelkanne! Oder schicker: Vive le French Press! Wer nicht auf den guten alten Büro-Brüher verzichten mag, achtet auf eine hohe Energieeffizienzklasse und greift zum Dauerfilter. Grundsätzlich sollte man seinen Kaffeekonsum natürlich lieber reduzieren. Wer das nicht ganz schafft, greift zu Bio-Kaffee aus fairem Handel – und warum nicht gleich aus dem Unverpacktladen?

#5 Müll richtig trennen

Bio-Abfall, Restmüll, Papier, Wertstoffe, Altglas. Am besten ist es natürlich, gar keinen Müll zu produzieren. Wenn alles kompostier- oder recyclebar ist (zumindest in der Theorie), dann könnt ihr euch zumindest schonmal den Restmüllbehälter sparen – denn da kommt wirklich nur rein, was keinen weiteren Wert mehr hat. Klingt traurig, oder? Also vermeiden, wo es geht.

#6 Lebensmittel retten

Viele Dinge kann man sich teilen, zum Beispiel den besagten Bio-Kaffee, Zucker und Hafermilch, aber auch Öl und Gewürzmittel. Wenn mal etwas an frischen Zutaten übrig bleibt und man ist für einige Tage nicht im Haus, kann man sie zur Mitnahme markieren oder direkt ein Regalbrett für geteilte Lebensmittel freimachen. Sharing is caring.

#7 Gemeinsames Kochen

Co-Cooking macht Spaß und spart Ressourcen – schließlich müssen die Geräte nur einmal angeschmissen werden und es bleibt sicher nichts übrig. Außerdem könnte man die Gelegenheit nutzen um auch den oder die Berufsskeptiker*in unter den Kollegen davon zu überzeugen, öfter mal die tierischen Produkte wegzulassen.

#8 Heizung richtig bedienen

Die perfekte Arbeitsplatz-Temperatur liegt bei 19-20 Grad Celsius. Bevor man die Heizung andreht, unbedingt einmal durchlüften – denn nur ausgetauschte, frische Luft kann Wärme aufnehmen. Vorm Stoßlüften und dem verdienten Feierabend ebenfalls nicht vergessen, das Thermostat runter zu drehen. Denn morgens in ein stickiges Büro, das nach schlechtem Gewissen riecht, kommen, will doch niemand.

#9 Klimaanlage vermeiden

Lieber öfter mal am Tag stoßlüften und den Raum mit Zimmerpflanzen begrünen – die sind nicht nur schön, sondern filtern auch Schadstoffe aus der Luft. Besonders geeignet sind zum Beispiel Einblatt und Bogenhanf. Die wirken auch in kleinen, dunkleren Kammern, aber sollte das nach deinem Büro klingen, dann lieber weg da – für ein wirklich gesundes Arbeitsklima braucht es dann doch mehr, als ein bisschen Grünzeug.

#10 Gesundes Arbeitsklima

Achtsamkeit im Bezug auf die Umwelt geht auch mit Achtsamkeit den Kolleg*innen oder der Mitarbeiterschaft gegenüber einher. Seid nett zueinander und macht öfter mal was zusammen. Organisiert gemeinsam einen Clean-up-Nachmittag im Kiez oder macht einmal im Monat das Büro freitags für ein paar Stunden zu und geht geschlossen zur lokalen Fridays for Future Demo. Die Umwelt dankt und die Arbeitsproduktivität auch.